4. Das Wunder von Bern – The Miracle of Bern

Regie: Sönke Wortmann

Vorführung: Mittwoch, 1. Dezember 2010, 18 Uhr
Visningstider: Onsdag, 1. december 2010, kl 18.00

The Miracle Of Bern takes one of the most memorable moments in West German history and turns it into a shamelessly feelgood football comedy-drama. Inspired by the Germans’ shock triumph at the 1954 World Cup finals, the movie is as subtle as a Toni Schumacher tackle and frequently verges on the jingoistic. Yet there’s no denying its occasional emotional power and believable recreation of post-war life in the country’s industrial heartland. Eleven-year-old Matthias (Louis Klamroth) is football crazy. Living with his mum and two elder siblings in a grim German mining town, his life gets shaken up by the return of father Richard (Klamroth’s real-life father, Peter Lohmeyer), a broken man who’s spent 11 years as a POW in Russia. Matthias already has a father figure, however: local football star Helmut ‘The Boss’ Rahn (Sascha Göpel), who’s about to pack his bags for the World Cup in neighbouring Switzerland…

Das Wunder von Bern ist in der Hauptströmung ein Sportfilm, zeigt aber das Nachkriegsdeutschland auf imposante Weise. Der Regisseur Sönke Wortmann greift in seinem Film den Außenseitersieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft von 1954 in Bern auf. Nach jahrelanger sowjetischer Kriegsgefangenschaft kommt Richard Lubanski (gespielt von Peter Lohmeyer) zurück in das Ruhrgebiet zu seiner Familie und bekommt umgehend das Gefühl unter Fremden zu sein. Seine inzwischen erwachsenen Kinder leben ihr eigenes Leben, seine Frau ist nach jahrelanger Verantwortung für die Familie eine starke Persönlichkeit geworden und sein jüngster Sohn, den er bis dato noch nicht gesehen hatte, ist ein großer Fan von Fußballstars, deren Namen er noch nie gehört hat. Hauptsächlich für den Nationalspieler Helmut Rahn von Rot-Weiß-Essen, genannt der Boss schlägt das kleine Herz seines Sohnes Matthias (Louis Klamroth) voller Begeisterung, der für den Jungen so etwas wie ein Ersatzvater geworden ist und für den er als Taschenträger und Maskottchen fungiert. Eindrucksvoll werden in dem Film parallel die Familienproblematik nach jahrelanger Entfremdung und das sensationelle Entscheidungsspiel der deutschen Nationalmannschaft unter der Leitung von Sepp Herberger in der Schweiz aufgezeigt. Im Verlauf der Geschichte nähern sich Vater Richard und Sohn Matthias nach großen anfänglichen Schwierigkeiten an. Und auch Helmut Rahn, Matthias großes Vorbild, der nicht von Beginn an aufgestellt wurde erzielt das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg gegen Ungarn und dem Deutschen Volk ein Zusammengehörigkeitsgefühl beschert. Neben der bereits genannten Aspekte greift der Film mit dem Ehepaar Ackermann, sie aus wohlhabendem Hause, er Sportjournalist, das aufstrebende und glamouröse Deutschland der 50ziger Jahre auf. Das Paar sorgt für eine Portion Heiterkeit in dem Film und zeigt die zumeist unterschiedlichen Sichtweisen von Frau und Mann in Bezug auf Fußball.

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